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Anabole Therapie bei geriatrischen Patient:Innen mit Osteoporose

Jul 2026 · Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie (Print) · Vol 59, pp. 435 - 442 · 0 citations · 38 references
Medicine

TL;DR

This CME article provides a clinically oriented overview of mechanisms of action, efficacy, safety and practical decision strategies for osteoanabolic treatment in older individuals.

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Aug 2026

Adipositas und kardiovaskuläres Risiko – mehr als nur der BMI

Zusammenfassung Adipositas ist eine multifaktorielle Erkrankung mit global steigender Prävalenz, die durch biologische, psychosoziale und umweltbedingte Faktoren begünstigt wird. Neben dem Body-Mass-Index sind auch der Taillenumfang und das Verhältnis von Taillenumfang zu Hüft- oder Körpergröße wichtige Prädiktoren für kardiovaskuläre Risiken. Insbesondere viszerales Fettgewebe spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Atherosklerose und koronarer Herzkrankheit durch Vermittlung von Entzündungsprozessen und Insulinresistenz. Neue Ansätze fordern eine differenzierte Betrachtung von präklinischer und klinisch manifester Adipositas, um eine Übertherapie zu vermeiden. Während Lebensstilinterventionen essenziell bleiben, zeigen medikamentöse und operative Ansätze Potenzial zur Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse. Eine langfristige Risikominimierung erfordert jedoch nachhaltige Maßnahmen, die über kurzfristige Gewichtskontrolle hinausgehen.

S. Heinitz, M. Blüher · 0 citations
Jul 2026

Kardiotoxizität der häufigsten onkologischen Therapien: Mechanismen, Risikostratifizierung und ­Management

Die kontinuierliche Weiterentwicklung moderner onkologischer Therapien hat in den vergangenen Jahrzehnten zu einer deutlichen Verbesserung der Überlebensraten von Patienten mit einer Krebserkrankung geführt. Parallel dazu rücken ­therapieassoziierte Nebenwirkungen zunehmend in den Fokus, insbesondere kardiovaskuläre Komplikationen. Diese stellen eine klinisch relevante Herausforderung dar, da sie die Prognose sowie den klinischen Verlauf der Betroffenen erheblich beeinflussen können. Vor diesem Hintergrund hat sich die Kardioonkologie als interdisziplinäres Fachgebiet etabliert, das die Prävention, Früherkennung und Behandlung kardiovaskulärer Nebenwirkungen im Rahmen onkologischer Therapien zum Ziel hat. Die enge Zusammenarbeit zwischen Onkologie und Kardiologie bildet hierfür die Grundlage einer modernen, patientenzentrierten Versorgung.

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Aug 2026

Ernährung bei Demenz

Summary Die Demenz zählt zu den folgenreichsten Erkrankungen alternder Gesellschaften. Eine kurative Therapie existiert nicht, und auch die zugelassenen Medikamente beeinflussen den Verlauf nur begrenzt. Umso bedeutsamer ist die Prävention: Schätzungsweise 45 % der Demenzfälle ließen sich durch 14 modifizierbare Risikofaktoren verhindern oder zumindest im Verlauf positiv beeinflussen. Ein erheblicher Teil dieser Faktoren ist ernährungssensibel. Die belastbarste Evidenz besteht für mediterrane und MIND-orientierte Ernährungsmuster; einzelne Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel spielen demgegenüber eine untergeordnete Rolle. Bei manifester Erkrankung verschieben sich die Prioritäten hin zur Vermeidung von Mangelernährung und zum Management von Schluckstörungen. Der Beitrag ordnet die Evidenz nüchtern ein und leitet praxistaugliche Empfehlungen ab.

Fabian Draht · 0 citations
Case report Sep 2026

Psychose bei Frauen: Sollte der Hormonstatus Ihre Verschreibungspraxis beeinflussen?

Psychotische Symptome verschlechtern sich in der perimenstruellen Phase – einem vier- bis sechstägigen Fenster mit niedrigen Hormonspiegeln – und das Hospitalisierungsrisiko steigt. Anders als bei PMDD bringt der Eintritt der Menstruation in der Regel keine Erleichterung. Östrogen sowie das in kombinierten oralen Kontrazeptiva enthaltene Ethinylestradiol hemmen CYP1A2 und erhöhen dadurch die Plasmaspiegel von Clozapin, Olanzapin und möglicherweise Asenapin. Ein Abfall des Östrogenspiegels kann diese Wirkung effektiv umkehren und die Dosis funktionell senken; kehren Symptome wieder auf, kann daher eine Dosiserhöhung erforderlich sein. Bevorzugen Sie bei Frauen mit nicht-affektiver Psychose prolaktinsparende Antipsychotika wie Aripiprazol als Erstlinientherapie. Bei Entwicklung einer Hyperprolaktinämie empfiehlt sich ein Wechsel des Wirkstoffs oder die Augmentation mit niedrig dosiertem Aripiprazol, anstatt die bestehende Dosis lediglich zu reduzieren.

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Wozu noch DMP? Chronikerversorgung im Fadenkreuz zwischen Patientensteuerung, Prävention und personalisierter Medizin

Die Kernelemente von strukturierten Behandlungsprogrammen sind aktueller denn je: leitlinienbasierte Versorgungspfade, sektorenübergreifende Koordination, Vermeidung von Komplikationen und Folgeerkrankungen, dadurch Verringerung von stationären Aufenthalten. Angesichts steigender stationärer Fallzahlen scheinen die Potenziale von DMP bei weitem nicht ausgeschöpft. Um den Entfaltungsspielraum der 2003 eingeführten Disease-Management-Programme (DMP) besser zu nutzen, müssen sie dringend weiterentwickelt werden. Das „one size fits all“-Modell hat ausgedient. Der BKK DV stellt deshalb eine Neugestaltung der Chronikerversorgung zur Diskussion, bei der Patient-Empowerment, individualisierte Prozesse und ein Paradigmenwechsel zur Präventionsorientierung – auch durch die datengestützte Früherkennung von Erkrankungsrisiken – im Mittelpunkt stehen.

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