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Autoimmunenzephalitiden in der Intensivmedizin

Sep 2026 · Die Anaesthesiologie · Vol 75, pp. 737 - 744 · 0 citations · 36 references
Medicine

Abstract

Autoimmunenzephalitiden (AIE) sind eine relativ junge Gruppe innerhalb der enzephalitischen Erkrankungen. Pathophysiologisches Verständnis und Awareness für sie wachsen seit Jahren. Sie gewinnen auch in der Intensivmedizin an Bedeutung, denn schwere Verläufe gehen häufig mit Bewusstseinsstörungen, epileptischen Anfällen bis hin zum therapierefraktärem Status epilepticus, autonomer Dysregulation und Beatmungspflichtigkeit einher. Eine wesentliche Herausforderung ist die frühe Differenzierung zwischen autoimmunen und infektiösen Enzephalitiden. Symptome, Liquorbefunde und Veränderungen in bildgebenden Untersuchungen können sich ähneln. Erregerbedingte Enzephalitiden erfordern eine rasche antiinfektive Therapie; autoimmune Formen benötigen eine frühzeitige Immuntherapie. Verzögerungen der Therapieeinleitung verschlechtern die Prognose. Im Folgenden wird auf diagnostische Kriterien, Antikörperdiagnostik, intensivmedizinische Komplikationen sowie aktuelle Immuntherapien eingegangen.

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