Übersicht zur Mobilisation von kritisch Erkrankten auf der Intensivstation (S3-Leitlinie)
Abstract
Die durch kritische Erkrankung erworbenen muskulären Veränderungen beeinträchtigen den Kurz- und Langzeitverlauf. Die S3-Leitlinie „Lagerungstherapie und Mobilisation von kritisch Erkrankten auf Intensivstationen“ fasst die aktuelle Evidenz zusammen. Eine (Früh‑)Mobilisation soll innerhalb von 72 h nach Intensivaufnahme begonnen werden. Empfohlen werden ein protokollbasiertes, interprofessionelles Vorgehen mit schrittweiser Steigerung, eine engmaschige Überwachung anhand definierter Abbruchkriterien sowie die Einbindung in ein Maßnahmenbündel (z. B. ABCDEF). Auch unter Nierenersatztherapie und extrakorporaler Membranoxygenierung (ECMO) ist eine Mobilisation nach Absprache sicher durchführbar. Der Beitrag fasst die praxisrelevanten Mobilisationsempfehlungen zusammen.